Abhängig von der Relevanz und Empfindlichkeit der zu schützenden IT-Systeme erfordert der Aufbau einer zuverlässigen und zugleich wirtschaftlichen USV-Anlage eine vorausschauende Planung.
Reicht eine reine Notstromabsicherung bei kurzen Netzausfällen aus, oder soll die Qualität der Netzspannung fortlaufend überwacht und bei Bedarf nachgeregelt werden? Gilt es lediglich einzelne Server abzusichern oder auch verteilte Netzwerkelemente wie Switches und Router einzubinden? Welche automatisierten Prozesse – beispielsweise das kontrollierte Herunterfahren von Systemen, vorgeschaltete Datensicherungen oder automatische Alarmierungsmeldungen – müssen berücksichtigt werden?
Auf Basis einer fundierten Analyse Ihrer IT-Struktur und der geforderten Datensicherheit konzipieren und installieren wir maßgeschneiderte Lösungen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung. Als erfahrener Partner für Fachplaner, IT-Systemhäuser und Elektrofachbetriebe unterstützen wir Ihr Projekt von der ersten Beratung bis zur fachgerechten Montage vor Ort.
Der Schutz sensibler Daten zählt zu den Kernaufgaben moderner IT-Sicherheitskonzepte. Dabei sind Datenbestände keineswegs nur durch externe Eingriffe oder Fehlbedienungen gefährdet. Auch Spannungsspitzen, unvorhergesehene Netzausfälle oder Frequenzschwankungen können Speichermedien und Serverkomponenten so gravierend beeinträchtigen, dass unumkehrbare Datenverluste entstehen.
Bei einer USV dieser Kategorie ist der Eingang direkt auf einen Gleichrichter geführt, der die Akkumulatoren speist. Der Ausgang wird ausschließlich von einem Wechselrichter versorgt, der im Normalbetrieb, also bei vorhandener Netzspannung am USV-Eingang, die notwendige Energie über den Gleichrichter (GR) bezieht und bei Netzausfall über die Batterieanlage (Akkumulatoren) versorgt wird.
Die Wechselspannung am Ausgang wird in jedem Fall – unabhängig von der Qualität der Eingangsspannung – über einen nachgeschalteten Wechselrichter (WR) aus der Gleichspannung des sogenannten Zwischenkreises erzeugt. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit verfügt eine VFI-USV über eine so genannte Bypass-Schaltung, die parallel zur Gleichrichter/Wechselrichter-Kombi geschaltet ist. Bei Überlasten am USV-Ausgang oder Auftreten eines internen Fehlers im Gleichrichter/Wechselrichter-Zweig wird der angeschlossene Verbraucher „unterbrechungsfrei“ auf diesen Bypasszweig umgeschaltet und somit weiter versorgt. Da Gleichrichter und Wechselrichter ständig mit dem vollen Betriebsstrom belastet sind, müssen sie besonders hochwertig sein.
Eine VFI-USV (EN 62040-3: Kategorie 1) schützt neben den Folgen eines Stromausfalls, Unterspannung und Überspannung auch vor Schwankungen der Frequenz und vor Oberschwingungen. Sie bieten ebenfalls sporadischen Schutz vor Blitzeinwirkungen und Spannungsverzerrungen (Burst). Sie werden auch mit den Begriffen „Online“, „Double-Conversion“, „Dauerbetrieb“ oder „Doppelwandler“ bezeichnet. USVen der Kategorie 1 werden bevorzugt in Anwendungsgebieten eingesetzt, die hohe Kriterien an die tolerierbaren Ausfallzeiten stellen, wie z.B. in der Stromversorgung eines Rechenzentrums.
Eine USV dieser Kategorie (Kategorie 2 in der Norm EN 62040-3) leitet den Strom im Normalbetrieb über einen Spannungsregler (AVR) vom Eingang an den Ausgang weiter. Schwankungen der Eingangsspannung werden somit effektiv ausgeglichen, ohne die Akkumulatoren zu beanspruchen.
Sollte die Netzspannung komplett ausfallen oder der Regelbereich überschritten werden, schaltet die USV auf Akkubetrieb um. Die Umschaltzeit liegt typischerweise bei geringen 2 bis 4 Millisekunden.
Line-Interactive-USVs bieten einen optimalen Kompromiss aus hoher Energieeffizienz im Normalbetrieb und verlässlichem Schutz vor Spannungsschwankungen für sensible Netzwerkkomponenten und Server.
Eine USV dieser Kategorie (Kategorie 3 in der Norm EN 62040-3) leitet den Strom im Normalbetrieb direkt vom Eingang an den Ausgang weiter. Außerdem wird vom Eingang ein Gleichrichter versorgt, der die Akkumulatoren lädt. Sollte die Netzversorgung abbrechen, wird der Ausgang auf einen Wechselrichter umgeschaltet, der aus den Akkumulatoren gespeist wird. Die Umschaltung erfolgt je nach Modell mit einer Verzögerung von bis zu 10 Millisekunden (ms). Darüber hinaus werden nach EN 62040-3 Spannungsschwankungen unter 16 ms sowie Spannungsspitzen zwischen 4 und 16 ms kompensiert. Für einige sehr empfindliche Geräte kann dies bereits zu lange sein. Im Normalbetrieb ist die Höhe und die Frequenz der Ausgangsspannung direkt abhängig von der Eingangsspannung. Diese Art von USVen werden oft mit dem Begriff „Offline“ oder „passiv“ beschrieben.
Unsere Experten beraten dich gerne bei der Planung und Dimensionierung deiner Anlage.